Musik
Der Songbarde aus der Provinz und Frontmann von Nowhere Train über Wanderlust zwischen Wien und Williamsburgh. Aus New York berichtet Denise Riedlinger.
Vergnüglich und intelligent, auch so kann Pop made in Austria anno 2010 klingen. Iris T. macht es vor, verknüpft Jazz der Frühzeit und Chanson mit deutschen Texten und macht uns tanzen.
Auch wer dem Jazz nicht den größten Teil seiner Platten- oder MP3-Sammlung gewidmet hat, wird seine Musik schon gehört haben. Michael Gibbs ist ein englisches Urgestein der Komponisten- und Arrangeursgilde und hat international für Stars auch in populäreren Gattungen geschrieben, darunter Whitney Houston und Peter Gabriel. Mit dem UAJO gastierte er im Porgy & Bess.
Am 25. und 26. 9. 2010 eröffnet mit seiner qualitativen Dichte die Saison im Wiener Konzerthaus. Heuer richtet sich der Spot also auf Deutschland, Gründe dafür gibt es einige, Stichwort "20 Jahre Deutsche Einheit" und der Fakt, dass Deutsche die größte Migrationsgruppe in Österreich darstellen.
Die Managerin ist mit seinem Geld durchgebrannt und somit beschert uns eine leer geräumte Cohen-Kassa den Live CD-DVD Doppelpack "Songs from the Road".
Zu Beginn der Musikpreisverleihung des - zumindest aus Sicht der hiesigen Musikindustrie - Jahres hieß es im Peter Frankenfeldschen Sinne "Musik ist Trumpf im Leben, sie wird es immer geben, so lange der Globus sich noch dreht, so lange unsere Welt besteht". Ob dies als Trotzreaktion oder als frommer Wunsch gedacht war sei dahingestellt.
Des Bassisten World-Jazz mit allerlei kosmopolitischen Bezugspunkten entsteht in Wien, und sorgt, zumindest in der Jazz-Szene, für erhebliches Aufsehen. "Just Fly" wird daran nichts ändern. Im Gegenteil.
Saxofonist Herb Berger entdeckt ein neues Arbeitsinstrument, die chromatische Mundharmonika, und verzaubert mit zart-bittren Kompositionen.
10 Jahre Denk muss gefeiert und gleichzeitig das Motto für die nächste Dekade ausgegeben werden: "Tua weida."
Woran mag wohl Georg Breinschmid denken, wenn er seinen Kontrabass schlägt? Eine ausführliche Antwort auf diese Frage bringt das Doppel-Album "Brein's World", sowie die Erkenntnis, dass World, Jazz, Pop, Wienerlied, Soul und Klassik sehr wohl unter einen Hut passt.








